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Vorwort, Reiseplanung und Ankunft in Anchorage
Auch wenn es spät ist, heute ist der 25.05.2007, möchte ich Euch von meinem ganz persönlichem Abenteuer berichten. Im Jahr 1994 bin ich mit dem Rad von Anchorage nach Skagway geradelt, also durch Kanada und Alaska, mit dem Schiff in vier Tagen von Skagway nach Bellingham und dann wieder mit dem Rad nach Vancouver. Ich sage Euch, ich werde es nie vergessen. Nie wieder habe ich Vergleichbares erlebt und werde es wohl auch nicht mehr. Sowohl Schönes wie auch weniger Schönes. Selbst Kriminelle kommen vor.
Angefangen hatte alles ein Jahr zuvor. In einer Zeitschrift hatte ich von jemanden gelesen, der dies öfter macht, Radtouren auf der ganzen Welt zählten zu seinen Hobbys. Diesen Bericht von Kanada und Alaska verschlang ich geradezu und schon war der Traum in mir. Ich konnte an gar nichts anderes mehr denken, als selbst eine solche Tour zu fahren.
So fing ich an zu überlegen, wie ich es machen wollte. Eines war mir klar, in meinem Bekanntenkreis gab es niemanden der eine solche Tour mit machen würde, doch alleine wollte ich es nicht angehen. So schaltete ich ein Inserat in der Zeitschrift Bike. Schon nach kurzer Zeit hatte sich jemand gemeldet mit dem meine Wünsche für die Tour übereinstimmten. Wir verabredeten uns und trafen uns im Herbst in München. Christian kam aus Bozen, Italien, und ich aus Köln. Wir waren uns sofort sympathisch und beschlossen in der Zeit von Juni bis August des folgenden Jahr eine Tour durch Kanada und Alaska und den USA machen. Diese sollte von Anchorage in Alaska bis nach L.A. gehen. Zwei Monate hatten wir veranschlagt. Selbstverständlich wollten wir ein Teil der Strecke mit dem Bus oder Zug zurück legen, sonst wäre es kaum möglich gewesen. Doch es kam eh ganz anderes als ich dachte.
In den folgenden Monaten kaufte ich mir meine Ausrüstung zusammen. Da ich ja nicht alleine Fahren würde, hatten wir verabredet das Chris das Zelt und ich die Kochsachen mitbrachte. Für meine persönlichen Sachen, die ich glaubte zu brauchen studierte ich Testzeitungen, (damals war das Internet noch in den Kinderschuhen und ich hatte keine Ahnung das es so etwas überhaupt gibt), um die richtigen Dinge zu holen und wollte ab März anfangen zu trainieren. Doch schon am ersten Tag des Trainings stürzte ich und brach mir den Ellbogen. Sechs Wochen Gips waren die Folge. Als ich diesen entfernt bekam war mein Arm dünn wie eine Spagetti, meine Kondition gleich null und ich hatte noch ca. zwei Wochen bis zum Abflug nach Anchorage in Alaska. Na klasse dachte ich, das kann ja heiter werden. Doch nicht einen Gedanken verbrachte ich damit, die Tour sausen zu lassen. Fast ein ganzes Jahr hatte ich nur dafür gelebt, steckte sämtliches Geld in das Projekt. Nein, Aufgeben kam gar nicht in frage, dafür war mir dieser Urlaub besonders in Kanada und Alaska zu wichtig.
Die Strecke
Zu jedem Reisetag habe ich wenn Möglich einige interessante Links zugefügt. Diese Links sind natürlich nicht aus dem Jahr 1994 sondern in 2007 recherchiert. Ich bemühe mich auch diese ständig aktuell zu halten.
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Tag 2: Suton - Eureka Lodge Tag 3: Eureka Lodge - Gakoma Lodge Tag 4: Gakoma Lodge - Mentasta Lake Tag 5: Mentasta Lake - Tok Tag 6: Tok - Beaver Creek Tag 7: Beaver Creek - Withe River Tag 8: Withe River - Destruction Bay Tag 9: Destruction Bay - Haines J. Tag 10: Haines Junction - Withehorse Tag 11: Withehorse - Spirit Lake
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Tag 12+13: Spirit Lake - Skagway Tag 14: Skagway Tag 15: Skagway + Fähre Tag 16: Fähre Tag 17: Fähre - Bellingham Tag 18: Surrey - Vancouver Tag 19: Vancouver Tag 20: Vancouver Tag 21: Vancouver Tag 22: Frankfurt - Mainz Tag 23: Mainz - Köln
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Die Tour beginnt, Abflug und Ankunft
Der Tag der Tage! Ein Freund brachte mich nach
Frankfurt zum Airport. Von dort flog ich am folgenden Morgen ab. Ich hatte noch
etwa acht Stunden Zeit, war es doch ca. 22h und mein Flug sollte um sechs gehen.
Über Chicago und Seattle ging es nach Anchorage (Alaska). Ich war nie zuvor im
Leben so aufgeregt. Doch, ich glaube bei meinem ersten Sex
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Der Flug nach Chicago war ohne Störungen. Nachdem ich angekommen war musste ich erst mal durch den Zoll. "Please, take the blue line", sagte man mir schon im Flugzeug. Diese war für Menschen ohne dauerhaft Aufenthaltsgenehmigung. Es dauerte ca. eine halbe Stunde bis ich durch war. Ohne mit Gedanken zu machen wartete ich Geduldig, hatte ich schließlich über zwei Stunden Aufenthalt, bis mein Anschlussflug ging. Im Terminal angekommen informierte ich mich erstmal wohin ich gehen musste. Nachdem ich wusste das der Flug in einem anderem Terminal ab ging, fuhr ich mit einem Shuttlezug dort hin und erledigte was ich zu tun hatte. Danach ging ich ein wenig durch die weitläufigen Gänge und machte mir im Gedanken eine Zigarette an. Es dauerte keine Minute und von hinter tippte mit jemand auf die Schulter. Ich sah in ein ernstes Gesicht nachdem ich mich gedreht hatte und erkannte einen Ordnungshüter. Ohne auch nur ein einziges Wort zu sprechen zeigte er auf ein Schild das unter der Decke hing. "No Smoking". Ups, dachte ich, schnell raus hier. Schließlich hatte ich schon so einiges gehört was das Rauchen in den USA anging. |
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Es war so weit. Ich konnte endlich einchecken. Die zweite Etappe meiner Reise begann, der Flug nach Seattle. Nie zuvor hatte ich so viele Flugzeuge auf einmal gesehen. Da ist selbst Frankfurt klein. Wir rollten zur Startbahn und reihten uns in die Schlange der wartenden Maschinen ein. Mir kam es vor wie eine Ewigkeit. Ich denke das wir schon ziemlich weit vorne waren als plötzlich eine Durchsage der Crew kam. Leider hatte ich nicht verstanden was Angesagt wurde, jedenfalls drehten wir und rollten zurück. Wieder auf Position, ging plötzlich eine Türe auf, fünf oder sechs Männer, alle mit Schusswaffen ausgestattet liefen auf eine Platz in der nähe der Tür und zogen ohne großen Kommentar einen Mann aus der Maschine. Die Tür schloss sich und wir bewegten uns wieder zum Start. Natürlich war unter den Passagieren einiges an Aufregung aufgekommen. Alle sprachen wild durcheinander, so das ich mit meinem beschränkten Englisch leider nicht viel verstand. Wir hoben ab und die Leute beruhigten sich wieder. |
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Ich erfuhr später das die Cops einen gesuchten raus geholt hatten. Was für ein Einstand in USA. Der Weiterflug mit Air Alaska bis nach Anchorage verlief dann problemlos. Abends gegen 21h kam ich an. Na ja, waren meine ersten Gedanken als ich den Flughafen sah. Irgendwie verdammt klein. Das war wirklich nur eine etwas größere Bretterbude mit insgesamt drei oder vier Gepäckbändern. Hier sollte doch das Drehkreuz nach Asien sein hatte ich gelesen. Damals war es auch wirklich so, fast alle Flüge von Europa nach China und Japan gingen hier vorbei. Doch die Maschinen gingen ja nur zum Auftanken runter, |
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die Paxe (Passagiere) blieben an Bord. Ich holte schließlich meine Sachen von einem der Bänder, dann mein Bike das woanders ausgegeben wurde und schleppte alles zum Ausgang. In der Zeit in der ich auf meine Sachen wartete hatte ich Christian schon gesehen. Er stand hinter der Ausgangstür, doch er war nicht alleine. Kaum war ich draußen, stellte er mir Paul vor, den er hier in Anchorage kennen gelernt hatte. Paul kam aus der Schweiz, war groß und ziemlich kräftig gebaut, ganz das Gegenteil von Christian und mir. Chris war etwa so groß wie ich, 172cm aber dabei sehr drahtig. Ich meinerseits hatte ein paar Pfund zu viel auf den Rippen. Wir begrüßten uns, wobei mir Paul sofort sehr sympathisch rüber kam. Als ich aufwachte war es schon hell, doch Paul und Chris schliefen noch. Wie von der Tarantel gestochen schälte ich mich aus dem Schlafsack und weckte die beiden mit den Worten das wir verschlafen hätten, da wir morgens um neun Uhr aufstehen wollten. Beide schauten sich an und fingen an zu lachen. So erfuhr ich das es die Mitternachtssonne gibt. Hier oben im Norden wird es im Sommer so gut wie nicht dunkel. Vielleicht zehn Minuten das war`s. |
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